Sonntag, 14. Juli 2013

Hallo ihr Lieben!


Mein letzter Eintrag ist nun wirklich schon wieder etwas länger her. Das liegt vor allem daran, dass einfach nicht mehr so viel Neues passiert, von dem ich berichten könnte.

In letzter Zet haben wir nicht so viele spannende Sachen gemacht, aber wir haben die Geburtstage von Huancarama und von Julie gefeiert.

Der Anniversario von Hauncarama war eigentlich ganz schön, wenn auch wesentlich größer angekündigt, als er letztendlich war.
Das die Feier so klein war, lag aber wohl auch zum Teil daran, dass wir am Abend des 21. Juni Stromausfall hatten und somit leider keine Musik mehr gespielt werden konnten. Vorher haben wir aber natürlich getanzt. =)

Am gleichen Wochenende haben wir dann auch in Julies Geburtstag hineingefeiert. Wir haben ein Lagerfeuer gemacht, Stockbrot gegessen und Oli hat ein bisschen Gitarre gespeitl und gesungen. Insgesamt war es eigentlich ein ganz schöner Abend. =)

Am Samstagvormittag, und damit vor dem Reinfeiern in Julies Geburtstag, sind Oli, Julius, Pia und ich zum Curamba Raymi gegangen. Das war eine kleine Demonstration eines Inkarituals, da ich sehr schön fand. In Cusco findet eine wesentlich größere Feier statt, genannt Inti Raymi, zu der ich auch gerne gefahren wäre... Allerdings war ich dann (mal wieder!) erkältet und habe mich dagegen entschieden, nach Cusco zu fahren. Vielleicht war das aber auch gar nicht so schlecht, hätte mich der Eintritt doch 160 Dollar gekostet! Das ist schon ganz schön viel...
Aber das kleine Ritual hier in der Nähe war auch ein schönes Erlebnis und noch dazu kostenlos. =)

Ein paar Fotos der Zeremonie =) :





Vor ein paar Tagen war ich ganz normal in Huancarama arbeiten. Auf der Plaza de Armas war eine Demonstration von Leuten, die für eine Firma arbeiten, die hier eine Straße konstruiert. Es ging darum, dass sie mehr Geld verdienen wollten. Ich war die ganze Zeit im Zentrum und habe auf die Kinder der Mitarbeiterinnen aufgepasst, während sich diese draußen die Demonstration angesehen haben. Plötzlich wurde es draußen wesentlich lauter, als es vorher schon war, weswegen ich aus dem Fenster gesehen habe. Und sofort sind mir Tränen in die Augen gestiegen und meine Nase hat gebrannt: auf der Plaza hatte die Polizei die Menschenmenge mit Tränengas auseinandergetrieben! Das fand ich schon ziemlich heftig, hatten die Leute doch, zumindest soweit ich das mitbekommen hatte, bis auf den Lärm recht friedlich demonstriert. Das war wirklich nicht sehr schön... Aber wenigstens ist es danach zu keinen weiteren Ausschreitungen gekommen.

Außerdem gibt es hier in der Nähe eine Ebene, auf der viele Leute ihre Felder haben,auf denen Sie Mais und Bohnen anbauen. Auf dieser Ebene wird jetzt Erde abgeladen, die beim Bau der Straße vom Abriss von Bergen übrigbleibt.
Das Schlimme daran ist, dass die Leute, denen die Felder gehören, kein Geld dafür bekommen haben. Das finde ich cniht in Ordnung, weil sie ja schließlich ihre Felder und damit eine Teil ihres Lebensunterhalts verloren haben. Zwar heißt es, dass sie ihre Felder wiederbekommen, wenn die Ebene vollständig mit Erde aufgefüllt ist, aber das wird noch ziemlich lange dauern...
Soetwas st wirklich nicht schön!

Mehr gibt es erstmal nicht zu berichten, deshalb wie immer:

Liebe Grüße
eure

Elena

Donnerstag, 2. Mai 2013

Reise letzter Teil


Hallo ihr Lieben!

Nach einiger Zeit in Chile und Bolivien waren wir also wieder in Peru angekommen, genauer gesagt in Puno.
In Puno haben wir ein sehr schönes kleines Hostel gefunden, in dem es sogar eine Gemeinschaftsküche gab, die wir auch benutzt haben, um lecker Nudeln mit Salsa de Tomate zu kochen. Die Zimmer waren zwar wirklich winzig (wir hatten sogar Schwierigkeiten, unsere Rücksäcke irgendwie neben den Betten unterzubringen), aber wirklich gemütlich. Außerdem hatten wir wieder ein eigenes Bad, einen Fernseher im Zimmer, was in hier in Hostels häufiger vorkommt, als warmes Wasser, und haben sogar Handtücher bereitgestellt bekommen.
In Puno haben wir uns auch die Islas Flotantes, also die schwimmenden Inseln, angesehen. Dort wimmelt es zwar nur so vor Touristen, aber trotzdem sind sie beeindruckend. Dort habe ich ein Tauschgeschäft abgeschlossen. An einem Stand wollte ich nämlich wissen, wie viel die Sachen kosten, die verkauft werden, und die Frau meinte, dass ich auch drei Sachen (2 Ketten und ein kleines Windspiel) gegen mein Manta tauschen könnte. Das habe ich dann auch gemacht.

Der Lago Titicaca:



Eine schwimmende Insel auf dem Titicacasee: 


Der See von einer der Inseln aus:


Von Puno aus sind Julie und ich dann weiter nach Cusco gefahren, aber nur um von dort aus direkt nach Quillabamba weiterzufahren.
In Quillabamba war es unglaublich warm und ziemlich schön. Dort sind wir drei Nächte lang geblieben und haben mehrmals im Mercado gegessen, weil es dort einfach am leckersten und günstigen ist.
An einem Tag sind wir zu einer Stelle etwas außerhalb von Quillabamba gefahren, die sich Siete Tinajas nennt. Dabei handelt es sich um einen kleinen Wasserfall, mit einem natürlichen Becken, in dem man Baden kann. Dort haben wir ungefähr den halben Tag verbracht, bevor sich das Wetter verschlechtert hat und wir lieber wieder zum Hostel gefahren sind.

Der kleine Wasserfall:



Von Qqillabamba sind wir nach Santa Teresa gefahren und von dort aus Nach Hydroelectrica. Von dort aus sind wir am nächsten Morgen um vier Uhr nach Aguas Calientes losgelaufen. Der Weg hat etwa 2 Stunden gedauert. In Aguas Calientes haben wir uns unsere Tickets für Machu Picchu gekauft und haben uns dann an den Aufstieg dorthin gemacht. Wenn man nicht mit dem Bus zum Machu Picchu hochfährt, sondern wie wir die Treppen hochlöuft, braucht man etwas über eine Stunde für den Weg (zumindest haben wir solange gebraucht). Oben angekommen konnten wir mit unseren Tickets eintreten. Es war ein ziemlich beeindruckendes Gefühl, auf dem Machu Picchu zu sein und alles sehen und anfassen zu können. Wir hatten uns aber nicht nur das normale Ticket gekauft, sondern auch noch das für den Cerro Machu Picchu, einer der beiden berge, die man noch ansehen kann. Der Aufstieg auf den Cerro Machu Picchu hat nochmal etwa 1,5 Stunden gedauert. Leider hatten wir kein besonderes Glück mit dem Wetter und man hat außer Wolken nichts gesehen. Trotzdem war es ein gutes Gefühl, es bis nach oben geschafft zu haben. Zwar war es die meiste Zeit, die wir auf dem Machu Picchu verbracht haben bewölkt oder es hat geregnet, aber kurz bevor wir uns an den Abstieg machen mussten, hat es zum Glück doch noch aufgeklart und wir konnten doch noch ganz gut sehen.

Wir auf dem Cerro Machu Picchu:



Machu Picchu:


Nochmal:


Und nochmal: 



Nach dem Abstieg vom Machu Picchu mussten wir nochmal 2 Stunden zurück nach Hydroelectrica laufen und dann mit einem Taxi nach Santa Teresa laufen, wo wir uns todmüde ein Hostel gesucht haben. Insgesamt waren wir an dem Tag 14 Stunden zu Fuß unterwegs, es war also kein Wunder, dass wir am Ende doch ziemlich erschöpft waren und eigentlich nur noch duschen und schlafen wollten.
Wir hätten natürlich auch mit dem Zug nach Aguas Calientes fahren können, aber der ist gnadenlos überteuert, weshalb wir lieber laufen wollten.
Am nächsten Tag sind wir zurück nach Cusco gefahren, wo wir uns mit den anderen Freiwilligen getroffen haben.
Am Freitag sind Oli, Julius, Isa, Pia und ich zu den Inka-Ruinen in Cuscos Umgebung gefahren. Zuerst waren wir alle zusammen unterwegs, aber dann haben wir uns aufgeteilt, sodass ich am Ende nur noch mit Oli und Julius unterwegs war. Auch an dem Tag hatten wir ein bisschen Pech mit dem Wetter, es hat immer mal wieder recht heftig geregnet, was uns aber nicht so sehr gestört hat.

Keine Ahnung, was es eigentlich sein sollte, aber wir haben es die "legendären Inka-Rutschen" getauft:



Oli, Julius und ich vor einem der wirklich riesigen Steine der Ruinen:


An den anderen Tagen sind wir einfach ein bisschen durch Cusco gelaufen und haben uns alles angesehen und ein paar Sachen gekauft und im Mercado gegessen. Dort habe ich ein für mich ganz tolles Gericht entdeckt, dass ich ziemlich häufig gegessen habe: Arroz a la Cubana, Reis mit Spiegelei und frittierter Banane, dazu gab es leckere Ensalada de Uchu, einen Salat mit einer Art Peperoni, die wir hier eigentlich ständig essen.

Jule, Julie, Ich und Oli auf der Plaza de Armas von Cusco:



Isa und Pia sind schon am Samstagabend zurück gefahren, Jule und Oli Sonntagmorgen. Julius ist noch bis nachmittags geblieben und wir waren zusammen im Mercado essen.
Mittags sind Julie und ich dann nach Urubamba gefahren. Dort hatten wir zwar ein sehr schönes Hostel, aber sonst war es dort sehr langweilig und es gab nicht mal Feigen, von denen es dort eigentlich sehr viele geben sollte. Deswegen sind wir dort nur eine Nacht geblieben und dann wieder nach Cusco gefahren, wo wir noch eine Nacht geschlafen haben. Julie musste schon einen Tag vor mir wieder arbeiten, weshalb sie frühmorgens zurückgefahren ist, während ich mich erst mittags auf den Nachhauseweg gemacht habe. Ich hab auch noch einmal in Tamburco bei Julius und Maya übernachtet und bin erst am nächsten Tag zurück nach Pacobamba gefahren. Damit war die Reise, die wirklich schön war, zwar endgültig vorbei, aber es war auch schön, wieder in unserem Heimatdorf zu sein und alle wiederzusehen.

Viele Grüße
eure

Elena








Montag, 15. April 2013

Reise Teil 2


Hallo ihr Lieben!


Wir waren also in Chile angekommen, genauer gesagt in Arica.
Dort haben wir uns auf die Suche nach einem Hostel gemacht, dass wir in Julies Reiseführer gefunden hatten. Wir sind also der „Wegbeschreibung“ im Reiseführer gefolgt, vollgepackt mit unseren Rucksäcken. Irgendwann waren wir in einer Gegend, die eher nach Industriegebiet aussah und nicht so, als würde irgendwann noch ein Hostel kommen. Also haben wir kurzerhand ein paar Chilenen nach dem Weg gefragt, die waren auch sehr hilfreich und haben gleich auf ihren Smartphones nachgeguckt, welchen Weg wir nehmen müssen.
Danach sind wir noch ungefähr eine halbe Stunde durch Arica gelaufen, bis wir das Hostel endlich gefunden hatten.
Als wir endlich da waren, wurden wir von einem Franzosen und einem Haitianer, die dort kurzzeitig arbeiteten, sehr nett begrüßt und wir haben uns gleich sehr wohl gefühlt. Das Hostel selbst war ziemlich genau so, wie es im Reiseführer beschrieben war. Im Hof hingen Hängematten und es gab einen Billardtisch, alle Wände, einschließlich in den Zimmern, waren bemalt. Aber nicht einfach mit Bildern, nein, mit Bildern, Schriftzügen, Sprüchen in allen möglichen Sprachen. Diese „Bilder“ stammten von allen vorherigen Gästen, die Lust hatten, sich dort zu verewigen.
Abends waren Julie und ich noch einkaufen und zwar in einem richtigen und vor allem großen Supermarkt. Das war für uns allerdings eine totale Reizüberflutung war, denn es gab einfach viel zu viel Auswahl und wir waren das letzte Mal in Lima in einem richtigen Supermarkt, also im September!
Wir waren also im Supermarkt und standen vor der Entscheidung, was wir zu Abend essen wollten. Im Hostel gab es auch eine Gemeinschaftsküche, die wir hätten benutzen können. Stattdessen fiel unsere Wahl fürs Abendessen auf einen Liter Eis. Das mag vielleicht ein bisschen seltsam klingen, aber auch Eis gibt es hier nicht so häufig und wir konnten einfach nicht widerstehen! Im Hostel, wo wir das Eis gegessen haben, wurden wir von Alex, dem Franzosen, und dem Haitianer ziemlich ausgelacht.

Das Hostel in Arica, bzw. unser Zimmer:



Wir in Arica:


Am nächsten Morgen wollten wir zum Busbahnhof und hatten das Glück, dass zwei Deutsche aus unserem Hostel uns in ihrem Taxi mitgenommen haben, sodass wir nicht laufen mussten.
Vom Busbahnhof aus sind wir dann also nach Iquique gefahren, die Fahrt hat allerdings länger gedauert,als gedacht und wir kamen erst im Dunkeln an. Also haben wir uns ein Taxi genommen und sind wieder in ein Hostel gefahren, dass wir aus Julies Reiseführer rausgesucht hatten.
Im Hostel gab es zum Glück noch freie Betten und wir haben uns das Zimmer mit zwei Schwedinnen geteilt.
Am ersten Abend sind wir ein bisschen den Strand entlang gelaufen und wollten noch etwas zu essen kaufen, aber es hatten keine Supermärkte mehr offen. Deswegen waren wir am nächsten Morgen auch froh, dass es kostenloses Frühstück im Hostel gab.
Tagsüber waren wir am Strand und haben gelesen, das Wetter war nämlich leider nicht gut genug, um zu baden. Später haben wir uns Iquique angesehen und uns Bustickets für den nächsten Tag nach Oruro gekauft. Mittags haben wir uns Nudeln gekocht (allerdings viel zu viele, sodass wir abends nochmal davon essen konnten und immer noch etwas übriggeblieben ist...).

Wir in Iqique am Strand:


Eine Hauswand in Iquique:


Wir in Iquique:


Abends haben wir beschlossen, am nächsten Morgen früh aufzustehen und an den Strand zu gehen, falls das Wetter gut sein sollte. Das Wetter war jedoch auch am nächsten Tag nicht gut, weshalb wir einfach länger geschlafen haben und dann zum Busbahnhof gefahren sind.
Der Grenzübergang von Chile nach Bolivien war sehr einfach und ging sehr schnell und ohne jegliche Probleme vonstatten.
In Oruro kamen wir auch wieder abends an und haben dort einmal übernachtet. Am nächsten Tag ging es nach Uyuni, allerdings erst abends, da vorher keine Busse fuhren, weshalb wir den lieben langen Tag auf einem Platz in Oruro gesessen und gelesen haben.

Eine Mauer in Oruro:


Die Fahrt nach Uyuni hat die ganze Naht gedauert und es war furchtbar kalt. Als wir ankamen wussten wir auch endlich, warum wir so furchtbar gefroren hatten... irgendjemand hatte sein Fenster im Bus aufgelassen und es hatte -2 Grad. Das mag vielleicht nicht so kalt sein, aber wir hatten nicht mit Minusgraden gerechnet und nur dünne Pullis an und keine Decken dabeigehabt. Morgens kurz vor Sonnenaufgang in Uyuni ist es also echt kalt und wir mussten uns erstmal ein Hostel suchen. Wir sind mindestens eine Stunde durch Uyuni geirrt, obwohl es ziemlich klein ist, und waren froh, als wir endlich ein gutes Hostel gefunden hatten. Dort haben wir uns in unserer Betten gelegt, mit Klamotten, im Schlafsack und unter drei Decken, weil wir nach der Naht erstmal auftauen mussten. Außerdem waren wir unglaublich müde, da wir wegen der Kälte im Bus auch kaum geschlafen hatten. Nachmittags haben wir uns auf die Suche nach Unternehmen gemacht, die Touren in den Salar de Uyuni anbieten.
Zuerst wollten wir nur eine eintägige Tour machen, haben uns dann aber (zum Glück!) doch für eine dreitägige Tour entschieden. Insgesamt hat diese Tour uns 600 Bolivianos gekostet, plus 30 Bolivianos Eintritt für den Nationalpark. Das machte etwa 70 Euro, die wir für Autofahrten, zwei Übernachtungen, volle Verpflegung usw. bezahlt haben. Und es hat sich wirklich gelohnt!
Am nächsten Morgen sollte unsere Tour um 10 Uhr losgehen. Am Treffpunkt haben wir einen Engländer, James, und einen Südkoreaner, Min Soo, kennengelernt und uns gut mit ihnen verstanden. Allerdings stellte sich dann heraus, dass wir nicht im gleichen Auto fahren, worüber wir zunächst ein wenig enttäuscht waren. Später wurde dann aber klar, dass unsere beiden Gruppen die Tour trotzdem komplett gemeinsam machen.
Außer Julie und mir waren in unserem Auto nur Bolivianer, die uns aber gleich adoptiert haben. Im anderen Auto waren James und Min Soo sowie zwei Schwedinnen und Marina und Jannis aus der Schweiz.
Der erste Stopp der Tour war an einem Eisenbahnfriedhof und direkt danach ging es zum Salar, einem riesigen Salzsee. Der Anblick war wirklich beeindruckend, alles war weiß und wir haben mit unserer Gruppe Pyramiden für Fotos gemacht. Am Mittagessen hat Salz gefehlt, aber das ließ sich sehr einfach lösen: Wir haben einfach Salz vom Boden abgeschabt und auf unser Essen gestreut, danach war es richtig lecker!
Später ging es weiter zu Lagunen, insgesamt haben wir davon wirklich viele gesehen. Abends haben wir im Hostel gegessen und James hat uns allen noch ein Kartenspiel beigebracht. Am näschten Tag haben wir wieder sehr viele Lagunen gesehen und noch mehr Steinbrocken, die allerdings ziemlich cool waren! Abends haben wir die wunderschöne Laguna colorada gesehen. Das Wasser dieser Lagune war rot und das sah schon ziemlich gut aus. Das Hostel, in dem wir am zweiten Abend geschlafen haben, befand sich im Nationalpark, für den wir nochmal 150 Bolivianos bezahlen sollten. Die Bolivianer, die mit uns auf der Tour waren, haben uns beim Einlass geholfen und erklärt, dass wir Freiwillige sind. Im Endeffekt mussten wir nur den nationalen Eitrittspreis von 30 Bolivianos bezahlen. Das Hostel war nicht ganz so schön, aber eklig wurde es eigentlich nur, als das Wasser abends ausfiel und die ungefähr 30 anwesenden Personen sich zwei Klos ohne funktionierende Spülung teilen mussten. Aber auch das ging. Den Abend haben wir uns wieder mit Kartenspielen vertrieben. Am nächsten Morgen mussten wir um vier aufstehen, weil wir zu Geysiren fahren wollten. Es war allerdings wieder unglaublich kalt und alle haben nur schnell ein paar Fotos gemacht, um dann schnell wieder ins wenigstens etwas wärmere Auto einzusteigen. Schön war es trotzdem. 
Danach konnten wir in einer Thermalquelle baden, aus der wir gar nicht mehr rauskommen wollten, weil es so angenehm war! =)
Anschließend ging es nur noch zu weiteren Lagunen und dann war die Tour im Prinzip zu ende und wir sind zurück nach Uyuni gefahren.

Julie und ich auf einer Eisenbahn auf dem Eisenbahnfriedhof:


Salar de Uyuni: 


Wir vor einer der vielen Lagunen:


Frühmorgens in bitterer Kälte vor den Geysiren:



Ich auf dem Salar de Uyuni beim Versuch, einen Handstand zu machen:



Salar de Uyuni:



James auf dem Salar:



Ein Sonnenuntergang auf unserer Salar de Uyuni Tour: 


 Unsere bolivianische Familie und wir bei einer Pyramide auf dem Salar:


Ich, in einem Ferlsbrocken:


Arbol de Pierdra (Baum aus Stein):


Jannis und James auf Felsbrocken: 


Die Laguna colorada: 


Die heiße Quelle, in der wir gebadet haben:


Noch mehr Steinbrocken:



Ich kann nur sagen: Diese Tour war unglaublich schön, unsere Gruppe hat viel Spaß gehabt und der Preis ist es auf jeden Fall wert! Außerdem hatten Julie und ich die tolle Möglichkeit, endlich mal wieder Englisch zu reden, was uns zu Anfang nicht ganz leicht gefallen ist; kein Wunder hatten wir doch seit mindestens 6 Monaten gar kein Englisch mehr gesprochen. Und nicht nur Englisch haben wir geübt, sondern auch den ständigen Wechsel zwischen Deutsch, Englisch und Spanisch. Am Ende der Tour hat das sogar alles ziemlich gut geklappt und wir haben auch nicht mehr ständig vor uns hingestottert, wenn wir englisch geredet haben.
Von Uyuni ging es gleich am Abend weiter nach Potosí, der höchsten Stadt der Welt (auf knapp über 4000m). Wir sind im gleichen Bus wie die Bolivianer gefahren und haben uns dann mit ihnen zusammen ein Hostel gesucht. Am nächsten Tag sind wir noch ein bisschen mit ihnen durch die Stadt gelaufen, zum Beispiel zum Münzmuseum, dass allerdings zu hatte, da es Montag war... Julie und ich waren später noch mit unserem gesamten Gepäck unterwegs, weshalb wir ganz schön fertig waren; ist ja auch kein Wunder auf der Höhe! =)
Abends ging es für uns beide weiter nach La Paz, wo wir morgens recht früh ankamen und uns erstmal auf einen Platz gesetzt haben, bevor wir uns ein Hostel gesuhct haben. Das Hostel, das wir im Endeffekt hatten, war echt ranzig und wir wollten am liebsten nichtmal die Wände berühren, aber für eine Nacht war uns das ziemlich egal. Den Rest des Tages haben wir La Paz erkundet und eingekauft; ich habe zum Beispiel ein schönes Kleid aus Alpacawolle gefunden. =)

 Wir mit Aussicht auf La Paz:



Nach der einen Nacht im Hostel sind wir weiter nach Copacabana gefahren, das direkt am Titicacasee liegt. Dort hatten wir ein sehr schönes Hostel, dass auch ziemlich günstig war, sogar mit eigenem Bad. Dort war es zwar eigentlich ganz schön, aber trotzdem war es ein reiner Touristenort. Allerdings haben wir dort sehr leckere und vor allem frische Trutcha, also Forelle, gegessen, was toll war.

Unser Zimmer in Copacabana:




Einen Tag später sind wir Richtugn Puno gefahren und damit wieder nach Peru eingereist. Auch diesmal gab es bei der Grenzüberwuerung nicht das geringste Problem. Chile und Bolivien waren zwar schön, aber trotzdem war es schön, wieder in Peru zu sein; wir haben uns gefühlt, als würden wir nach hause zurückkommen.
Das war also der zweite Teil meines Reiseberichts, das nächste mal gibt es nochmal mehr (schließlich sind wir auch in Peru noch ein wenig Zeit zum Reisen, bevor wir wieder in unser Heimatdorf zurückgekehrt sind).

Liebe Grüße
eure

Elena

















Montag, 8. April 2013

Karneval und Reise Teil 1 =)


Halli Hallo ihr Lieben!


Diesmal gibt es viel zu berichten: Vom Karneval und von meinem Reisemonat mit Julie.
Fange ich doch mal beim Karneval an.

Zuerst haben wir Karneval in Huancarama gefeiert. Oli und ich sollten beim Umzug durchs Dorf mitmachen und hatten dafür Trachten an, leider gibt es davon keine Fotos. Das hat zwar Spaß gemacht, war aber nicht so spannend.
Einige Tage später wurden wir, Jule, Julie, Oli und ich aber dazu eingeladen, Teil einer Karnevalsgruppe zu werden und mit nach Andahuaylas zu fahren, um dort an einem Tanzwettbewerb teilzunehmen.
Julie, Oli und ich wollten gerne mitmachen und haben deswegen mit den anderen Mitgliedern der Gruppe geübt. Julie und ich gehörten zu dem Teil der Gruppe, der tanzt, während Oli sich zu den Musikern gesellt und Gitarre gespielt hat.
Wir haben ungefähr drei Tage unsere Choreografie geprobt und sind dann nachts zusammen mit unserer Gruppe nach Andahuaylas gefahren. Dort angekommen haben wir uns alle unsere Trachten angezogen, die Frauen Röcke, Blusen, Mantas und Ojotas und die Männer Ponchos und Ojotas. Anschließend sind wir frühstücken gegangen und danach ging die Entrada los, ein großer Umzug.
Bei diesem Umzug hat Oli für unsere Gruppe Gitarre gespielt und Julie und ich mussten vorne ein Banner unseres Dorfes, Pacobamba, tragen und wie alle anderen tanzen. Insgesamt hat dieser Umzug ungefähr 2 Stunden gedauert, Während des Umzugs haben unglaublich viele Leute Fotos von uns gemacht, uns immer wieder zugerufen, wie toll wir „Gringas“ tanzen würden, und sich einfach gefreut, dass wir mitmachen. Nach dem Umzug mussten Julie und ich erstmal unsere Ojotas, Schuhe aus alten Autoreifen, ausziehen, weil wir uns sehr viele und sehr schmerzhafte Blasen getanzt hatten.
Am Nachmittag ist unsere Gruppe dann zum Stadion gegangen, wo wir am Tanzwettbewerb teilnehmen wollten. Dort haben uns mindestens 3000 Menschen zugesehen, wie wir getanzt haben. Gewonnen haben wir zwar im Endeffekt nicht, aber darauf kommt es ja nicht an, sondern darauf, dass wir jede Menge Spaß hatten und den hatten wir! Nachts sind wir wieder zurück nach Pacobamba gefahren und am nächsten Tag haben Julie und ich unsere Reise angetreten.

Die Männer, wie sie ins Stadion einlaufen:


Die Musiker:


Unsere Gruppe beim Tanzen im Stadion:



Zuerst sind wir nach Abancay gefahren, um von dort aus nach Ayacucho zu fahren. Als wir in Abancay ankamen, stellten wir jedoch fest, dass erst am nächsten Tag wieder Busse nach Ayacucho fahren würden. Also sind wir zu Julius gefahren, in der Hoffnung, dass er da ist und wir bei ihm schlafen dürfen. Wir hatten Glück und konnten somit ohne Probleme am nächsten Tag weiterfahren, In Ayacucho haben wir uns jedoch nur wenige Stunden aufgehalten, da wir direkt weiterfahren wollten und zwar nach Ika. Kaum waren wir in der Nähe der Küste wurde es gleich ziemlich warm und wir konnten überall Sanddünen sehen, da direkt an der Küste auch die Wüste ist. Ika war nicht so spannend, weshalb wir danach nach Paracas in der Nähe von Pisco gefahren sind.
In Paracas haben wir uns ein Hostel gesucht, dort waren jedoch keine Betten in Schlafsälen mehr frei, weshalb wir uns ein Zimmer mit einer anderen Deutschen, Verena, geteilt haben. Paracas ist direkt am Meer und wir sind an den zwei tagen, die wir dort waren, oft am Meer entlangspaziert, meistens mit Verena zusammen, da wir uns sehr gut mit ihr verstanden haben.

Julie und ich am Strand von Paracas:


Verena am Strand:


Sonnenuntergang in Paracas: 


Ich auf dem Weg zum Nationalpark: 


Julie und Verena im Nationalpark:



Nach Paracas ging es nach Nazca. Auf dem Weg dorthin haben wir uns allerdings aus dem Bus rausschmeißen lassen, da wir uns die Linien von Nazca ansehen wollten. Leider konnte man vom „Mirador“, dem Aussichtspunkt, nur sehr wenig sehen, das war zwar schade, aber das, was man sehen konnte, war trotzdem beeindruckend.

Der Mirador  für die Linien von Nazca:


Linien von Nazca:




Argentinier, die von den Linien von Nazca weiterfahren wollten und auf der Straße getanzt haben:



In Nazca selbst wollten wir eigentlich gar nicht übernachten, aber es gab abends keinen Bus mehr nach Tacna, wo wir als nächstes hinwollten, weshalb wir doch einmal in Nazca übernachtet haben. Dort hatten wir auch wieder ein schönes Hostel, in dem man auch hätte warm duschen können, was wir aber nicht wollten, da es dazu einfach viel zu heiß war!
Am nächsten Tag sollte es also Mittags nach Tacna gehen. Vorher sind wir noch Essen gegangen und haben zufälligerweise Verena aus Paracas getroffen, die morgens angekommen war. Das war ein lustiger Zufall und wir haben uns sehr gefreut!
Die Fahrt von Nazca nach Tacna war ziemlich lang, vorallem dadurch, dass wir tagsüber gefahren sind. In Tacna wollten wir gar nicht bleiben, sondern sind nur dorthin gefahren, um von dort aus die Grenze nach Chile zu überqueren.
Wir haben uns dort also einen Bus zur Grenzüberquerung gesucht. Als wir jedoch aus Peru ausreisen waren, also an der Grenze standen, gab es ein Problem. Die Grenzbeamten meinten wir wären länger als 90 Tage in Peru geblieben und müssten deswegen 240 Soles, also ungefähr 80 Euro, Strafe bezahlen und das, obwohl wir ein 2-Jahres-Visum haben! Wir haben also diskutiert, aber wir sollten weiterhin bezahlen und der Bus sollte schon ohne uns weiterfahren... Dann wurde der Chef geholt, der zum Glück meinte, dass alles kein Problem sei. Er hat sich unser Visum angesehen und uns einen Residenzialstempel in den Reisepass gemacht und dann konnten wir zum Glück ohne Probleme nach Chile einreisen!
So das war erstmal der erste Teil meines Berichts, der Rest folgt!

Liebe Grüße
eure

Elena