Mittwoch, 26. Dezember 2012


Frohe Weihnachten ihr Lieben!


Hier in Huancarama ist Weihnachten auf jeden Fall ganz anders als zu Hause...
Am Sonntag sind die anderen Freiwilligen gekommen, um Weihnachten mit uns zu verbringen. An diesem Tag war der Himmel blau und die Sonne schien, sodass wir uns in kurzen Klamotten in die Sonne setzen konnten und ich sogar wieder einen leichten Sonnenbrand bekommen habe. Am Montag war es zwar nicht mehr so warm und sonnig, aber trotzdem will das Wetter nicht so richtig zu Weihnachten passen. Allerdings kann man auch hier behaupten, dass wir weiße Weihnachten haben, nur nicht durch Schnee, sondern durch dichten, weißen Nebel, der die Berge meistens fast vollständig verdeckt.

Heiligabend fing für uns recht früh an, da wir zum Frühstücken bei unserer Köchin eingeladen waren. Wir waren sowieso recht früh wach, weswegen wir auch tatsächlich gegen viertel vor 8 zum Frühstücken gegangen sind. Wir dachten, dass es nur Paneton und Milch geben würde, aber stattdessen gab es noch Reis und frittierte Kartoffeln, was aber fast alle von uns um diese Uhrzeit abgelehnt haben. Mich hat es jedoch nicht sonderlich gestört, so etwas zum Frühstück zu essen.
Als wir wieder zu Hause angekommen waren, hat unsere Gastmutter eingeladen, um 12 Chicharon mit ihrer Familie zu essen. Natürlich haben wir zugesagt, da Chicharon sehr lecker ist. Eigentlich sollten wir vorher noch bei unserer Köchin zu Mittag essen, was diese aber glücklicherweise vergessen hatte! Dadurch hatten wir immerhin nur einmal Mittagessen.

Mittagessen:


Abends gab es jedoch zwei Mal Essen für uns, einmal bei unserer Köchin und einmal bei unseren Gasteltern. Bei unseren Gasteltern gab es dann leckeren Truthahn! Das war toll! =)
Abends haben wir Freiwilligen auch eine Bescherung gehabt und jeder hat ein Geschenk bekommen, allerdings erst, nachdem wir zusammen Weihnachtslieder gesungen hatten.

 Bescherung:


Das Geschenk, das ich bekommen habe (das grüne sind Avocados mit Augen!):


Später am Abend gab es noch ein großes Feuerwerk und Musik und Tanz auf dem Dorfplatz, was sehr schön war.

Feuerwerk:


Am nächsten Tag gab es ähnlich viel zu essen, zum Beispiel auch Meerschweinchen, was ich echt lecker finde!
Morgens, naja eher vormittags, sind wir alle zusammen in die Kirche gegangen, weil wir fanden, dass es dazugehört, hier einen Weihnachtsgottesdienst mitzumachen. Der Gottesdienst war auch gar nicht so schlecht und am Ende sind alle Leute zusammen einmal um den Platz gelaufen mit Musik und dem Pfarrer.
Alles in allem war es wirklich ein schönes Weihnachtsfest, an dem ich aber wirklich unglaublich viel gegessen habe... Das macht aber nichts, schließlich isst man an Weihnachten auch in Deutschland mehr!

Ich hoffe, ihr habt alle ein schönes Weihnachtsfest verbracht und wünsche schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr; feiert schön!

Liebe Grüße
eure

Elena

Montag, 3. Dezember 2012


Hallo ihr Lieben!


Heute gibt es mal wieder etwas zu berichten.

Am Wochenende haben wir unseren Gasteltern bei der Kartoffelernte geholfen, wobei wir ziemlich viel Spaß hatten.
Samstag sind wir so gegen sieben Uhr morgens aufgestanden und Oli und ich haben erstmal gekocht. Es gab Nudeln und Avocadcreme und Käse. Wer sich jetzt wundert, warum wir so früh morgens schon so etwas essen: Das machen die Peruaner hier immer so, wenn sie auf ihren Feldern arbeiten, weil man sonst schon spätestens um 10 Uhr keine Kraft mehr hat.
Gegen halb 9 sind wir dann, zusammen mit Julius, der uns am Wochenende wieder besucht hat, zum Chacra von Dolores und Pedro gegangen, um dort zu helfen.
Am Anfang war es noch ein wenig bewölkt, später wurde es aber immer sonniger und wärmer. Die Männer haben mit Spitzhacken die Erde gelockert, sodass man an die Kartoffeln kam, und dann haben alle anderen angefangen, die Kartoffeln aufzusammeln. Dafür haben wir Mantas (Tücher) ausgelegt, auf die wir die Kartoffeln geworfen haben; immer schön getrennt nach großen und kleinen. Wenn die Tücher voll waren wurden sie in große Säcke entleert, die später weiter nach oben getragen wurden, wo sie zwischengelagert werden.
Zwischendurch gab es immer wieder Pausen, die von Pedro angesagt wurden, damit alle genügend trinken.
Mittags gab es dann Essen für alle: Kartoffeln und eine Soße dazu. Gekocht wurde in einem großen Topf oberhalb des Chacras über Feuer.
Gearbeitet haben wir ungefähr bis um 6, da es anschließend dunkel wird.

Wir zwischen den Peruanern:


Erste Feldarbeit:


Eine Tochter von unseren Gasteltern:


Oli schwingt die Hacke :D : 


Feldarbeit:


Mittagessen von umweltschonenden Tellern:


Siesta:




Und nach diesem Tag hatten wir alle richtig schön Sonnenbrand. Meine Schultern sind so rot geworden (trotz Sonnencreme), dass ich am Sonntag ein T-Shirt anstelle eines Tops anziehen musste. Ihr könnte euch also sicher denken, dass es hier sehr warm ist! Das ist für uns hier aber auch irgendwie seltsam, wenn wir zwischendurch darüber nachdenken, dass wir mittlerweile Dezember haben...!
Sonntag haben noch mehr Leute beim Ernten geholfen, sodass wir wesentlich mehr geschafft haben, als am Samstag.

So sah die Ausbeute Sonntagabend aus, obwohl das nur die großen Kartoffeln sind... die kleinen hatten noch einen eigenen Raum, den man Sonntagabend nicht mehr betreten konnte, weil es so voll war! (wohlgemerkt: Olis Kopf befindet sich auf Höhe der zweiten Etage, weil er so hoch auf den Kartoffeln steht!):


Obwohl die Leute alle hart gearbeitet haben und viel geschafft haben, ist die Arbeitseinstellung hier doch irgendwie anders als bei uns zu Hause.
Gleich in der ersten Pause (so gegen 10 Uhr) ging Pedro mehrmals mit einer Flasche Cana (so ähnlich wie Rum) durch die Reihen und es haben natürlich alle etwas davon getrunken.
So ging das in jeder Pause. Aber das ist hier normal und gehört einfach zur Feldarbeit dazu, weswegen das auch niemanden gestört hat. Trotzdem kommt es einem im ersten Moment natürlich seltsam vor!

Die Arbeit hat auf jeden Fall Spaß gemacht und wir haben wirklich viel geschafft und uns sehr in die Gemeinschaft der Peruaner integriert gefühlt.
Alles in allem war es also ein sehr schönes und gelungenes Wochenende (und Kartoffeln haben wir für die Arbeit auch geschenkt bekommen!)

Viele Grüße
eure

Elena


Freitag, 23. November 2012

Hallo ihr Lieben!


Es wird mal wieder Zeit für einen Eintrag... Da ich aber nichts vorgeschrieben habe (in den letzten Tagen hatten wir nur selten Strom), wird es wohl nur ein kurzer Eintrag.

Letztes Wochenende sind Julius, Oli und ich nach Lambrama gefahren, um dort Isa und Pia zu besuchen und uns das Lambramafest anzusehen.
Das Fest war richtig gut und es war schön, Isa und Pia mal wieder zu sehen!

Am Samstagabend gab es Scherentänze, die ziemlich cool waren. Zuerst war es nur tanzen, dann gab es immer mehr artistische Elemente und zum Schluss ging es nur noch darum, dass sich die Tänzer Schmerzen zufügen, sich die Schmerzen aber nicht anmerken lassen...
Da wurde sich dann auf einen Kaktus gelegt oder ein Stuhl an der Zunge festgenagelt oder auch Messer durch die Haut an den Waden gestochen... Irgendwie schrecklich, aber eben auch faszinierend.
Ich wurde übrigens auch mit einbezogen: Einer der beiden Haupttänzer hat mich auf seine Schultern genommen und getanzt. Das war lustig aber auch etwas seltsam, weil man schließlich von allen angestarrt wird!

Akrobatische Übungen:


Kaktus:


Messer im Bein: 


So sehen wie Scheren aus:


Und ich auf den Schultern eines Scherentänzers:


Ansonsten macht die Arbeit hier immer noch viel Spaß und die Kinder werden immer zutraulicher und weniger schüchtern, was uns betrifft.
Gestern und vorgestern haben wir im Zentrum Dosenwerfen gemacht. Dabei ging es darum, Antivalores, wie Hass, Ungerechtigkeit, Ungeduld usw, zu zerstören. Das fand ich richtig gut. Und heute gab es eine Aktion gegen Gewalt gegen Frauen. Deswegen trage ich im Moment eine weiße Schleife am T-Shirt.

Mehr fällt mir gerade nicht ein und deshalb:

Liebe Grüße
eure

Elena

Dienstag, 6. November 2012


Hallo ihr Lieben!


Ich dachte, dass ich mich mal wieder bei euch melde, also gibt es heute einen neuen Eintrag für euch.

Das letzte Mal hatte ich erzählt, dass wir auf Pedros und Dolores Acker helfen können, aber das wird wohl erst kommendes Wochenende sein. Oli und ich waren aber schonmal mit Pedro dort und der Weg dorthin ist sehr schön, da es immer grüner wird, je tiefer man hier kommt.

Hier sieht man Oli, der oben auf Pedros Acker steht:


Der Ausblick von Pedros Acker: 


Eine Pflanze auf den Rückweg: 


Und noch immer auf dem Rückweg:



Auf dem Rückweg vom Acker sind wir an Leuten vorbeigekommen, die gerade Pause von ihrer Feldarbeit gemacht haben. Diese Leute haben uns dann gleich eingeladen, mit ihnen mitzuessen. Es gab leckere Kartoffeln und dazu irgendeine Soße. =)

Und jetzt ein ganz anderes Thema:
Ich kann jetzt nämlich tatsächlich stricken, auch wenn ich mit meinem Schal noch nicht besonders weit bin, da ich mich meistens mit etwas anderem beschäftige... :D Trotzdem finde ich es natürlich gut, dass ich überhaupt mal stricken gelernt habe. =)

Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich erzählt, dass wir Joghurt machen wollten. Das haben wir wirklich gemacht und dieser hat richtig gut geschmeckt, weshalb wir unbedingt nochmal selber Joghurt machen müssen.

Im Zentrum zu arbeiten macht mir wirklich Spaß und ich fühle mich dort sehr wohl. Wir helfen nach wie vor viel in der Küche, aber nachmittags sind auch öfter mal Kinder da, mit denen wir uns beschäftigen.
Gerade die etwas jüngeren Mädchen, die so um die 11 Jahre alt sind, reden oft mit uns oder kitzeln uns. Das ist immer ganz lustig... vor allem, wenn sie dann weglaufen, um nicht selbst durchgekitzelt zu werden.
Letztens waren auch ein paar ältere Mädchen, so um die 14 Jahre alt, bei uns und wollten, dass wir ihnen etwas ins Deutsche übersetzen. Sie versuchen das dann immer auswendig zu lernen und man merkt, dass unsere Sprache wirklich recht schwer sein muss, grade, was die Aussprache angeht.
Heute waren ziemlich viele Kinder im Zentrum, mit denen wir uns dann auch beschäftigt haben. Die jüngeren Mädchen wollen immer alle hochgehoben werden, sodass sie die Decke berühren können. Nach einiger Zeit ist das immer ganz schön anstrengend! Außerdem haben wir heute mit einigen der Kinder in der oberen Etage des Zentrums fangen gespielt.
Leider hat unser Zentrum keinen Außenbereich... aber heute hätte man draußen sowieso nicht viel machen können, weil es geregnet hat. So langsam aber sicher merkt man eben doch, dass die Regenzeit kommt...

Vielleicht fangen wir demnächst an, Englischunterricht im Zentrum anzubieten. Es wäre toll, wenn sich einige Kinder dafür interessieren und dann einmal die Woche (oder so) Nachmittags im Zentrum bleiben würden, weil sie gerne Englisch lernen würden. Mal sehen, ob das klappt, möglich ist und überhaupt Kinder Lust dazu haben.


Oli und ich haben jetzt auch angefangen, Quechua zu lernen, es scheint gar nicht so schwer zu sein, da es auch kein reines Quechua, sondern mit spanischen Wörtern durchsetzt ist.
Wir hatten uns ja Wörterbücher für diese Sprache gekauft und jetzt können wir unsere Mitarbeiterinnen fragen, ob wir etwas richtig übersetzt haben oder wie man etwas richtig sagt. Interessant ist, dass es im Quechua zwei Wörter für „Wir“ gibt. Einmal Noqanchis, was wir alle bedeutet, die angesprochene Person wird mit einbezogen, und dann noch Noqayku, was ebenfalls wir bedeutet, aber die angesprochene Person nicht mit einschließt. Es gibt also „wir“ und „wir ohne dich“.
Diese Personen gibt es im Quechua: Noqa, Qan, Pay, Noqanchis, Noqayku, Qankuna, Paykuna, wobei Qankuna nicht vosotros, also Ihr, sondern, ustedes heißt, was man hier statt vosotros benutzt. In Spanien werden usted und ustedes als Höflichkeitsformen verwendet und hier verwendet man ustedes, um mehrere Personen anzusprechen, zu denen man selbst nicht gehört, also so wie unsere 2. Person Plural.

Ganz einfach ist es aber nicht, diese Sprache zu lernen, da es sehr viele unterschiedliche Dialekte gibt und in unseren Wörterbüchern teilweise komplett andere Wörter stehen, als sie hier verwendet werden. Das ist aber nicht so schlimm, da wir schließlich die Möglichkeit haben, unsere Mitarbeiterinnen zu fragen.

Letzte Woche Sonntag waren Julie, Oli und ich wandern, was ziemlich anstrengend war, da es teilweise sehr steil war. Manchmal braucht man hier auch seine Hände, um irgendwo hochzuklettern. Aber auch wenn es anstrengend ist, so macht es doch auch viel Spaß und am Ende, wenn man dann oben ist und die Aussicht genießen kann, hat sich die Anstrengung doch immer gelohnt. Insgesamt waren wir bestimmt fast 6 Stunden unterwegs und wir sind auf zwei „Gipfel“ gewandert. Beim Zweiten haben wir dann auch eine recht lange Pause gemacht und uns einfach hingelegt und die Wärme der Sonnen genossen, die gerade herauskam. Vorher hatte es nämlich kurz ein wenig geregnet, was aber auch nicht weiter schlimm war, weil wir schließlich Regenjacken dabeihatten.
Jule war lieber zu Hause geblieben, weil sie noch leichte Magenprobleme hatte und die lange Wandertour nicht riskieren wollte.

Julie und Oli auf dem Weg nach oben:


Oli und ich auf dem ersten "Gipfel":


Julie und ich auf dem ersten "Gipfel":


Ausblick vom zweiten "Gipfel":


Julie und ich auf dem zweiten "Gipfel":


Julie vor dem Kreuz auf dem zweiten "Gipfel":



An dem Wochenende haben wir auch wieder leckere Gerichte gekocht. Einmal gab es papas rellenas, was übersetzt wiedergefüllte Kartoffeln heißt und ein peruanisches Gericht ist.
Dabei kocht man zuerst Kartoffeln und zerdrückt diese anschließend zu einer Art Brei. Dann bereitet man eine Füllung vor, zum Beispiel gebratenes Hackfleisch, gekochte Möhren und gekochte Eier. Dann formt man aus dem „Kartoffelbrei“ eine Kugel mit einer Vertiefung, in die man die Füllung gibt und schließt die Kartoffelkugel anschließend. Wenn alle Kartoffeln fertig sind, frittiert man das ganze noch in Öl und dann ist das Gericht fertig. Es schmeckt ziemlich gut, hat aber, da wir nur eine unserer Herdplatten benutzen können, etwa 3 Stunden gedauert, bis es endlich komplett fertig war.

Unter der Woche ist, wenn ich mich recht erinnere, nicht besonders viel passiert. Aber die Woche war auch nicht gerade lang, da der 1. November (ein Donnerstag) ein Feiertag ist und deswegen alle Donnerstag und Freitag frei hatten. Ich muss sagen: So kurze Wochen sind auch mal schön! :D
Im Moment feiert die Stadt Abancay ihren 138. Geburtstag, weswegen alle Mitarbeiter der INABIF, in denen wir ja auch arbeiten (das sind sie Sozialzentren), am Samstag nach Abancay fahren mussten, um dort zu marschieren. Wir müssten natürlich auch hin, hatten uns aber entschlossen, schon am Freitag zu fahren, da wir nicht Samstagmorgen um 7 Uhr losfahren wollten. Außerdem hatten wir dadurch noch ein wenig Zeit, in Abancay einzukaufen usw.
Am Samstagmorgen sind wir dann dorthin gefahren, wo wir marschieren sollten und durften da dann bestimmt 3 Stunden warten, bis wir endlich dran waren. Natürlich hat es dann auch angefangen zu regnen, sodass wir alle Schutz unter den Bannern und Plakaten suchen mussten. Zum Glück hat es nicht allzu lange geregnet.
Dann durften wir endlich losmarschieren... und ich meine wirklich marschieren, wie Soldaten. Da ich ganz vorne war und einen Teil des Banners getragen habe, musste ich auch wirklich marschieren und konnte nicht einfach gehen. Ich kann dazu nur sagen, dass ich das gar nicht leiden kann und ich mich dabei unwohl gefühlt habe. Aber wenigstens ging das nur etwas 5 Minuten so, hoffentlich müssen wir das nicht noch einmal machen...
Trotzdem war es insgesamt schön, in Abancay zu sein, da wir dadurch auch Julius, Maya, Pia und Isa gesehen haben, was eigentlich immer gut ist.

Das einzig blöde daran, dass wir nach Abancay fahren mussten, war, dass dadurch unser langes Wochenende ein bisschen zerteilt war und wir nicht, wie ursprünglich geplant, nach Cusco und zum Machu Picchu fahren konnten... Aber dafür werden wir sicher noch ein anderes Mal Zeit haben! =)

Letztens hatten wir auch mal wieder einen Stromausfall, der diesmal allerdings ziemlich lange gedauert hat... nämlich ungefähr 2,5 Tage. :D Da heißt es wieder kalt duschen, abends immer mit Taschenlampe unterwegs sein und bei Kerzenschein essen, kochen oder einkaufen. Hier stört es wirklich niemanden, wenn der Strom mal ausfällt, alle machen einfach mit dem normalen Tagesablauf weiter. Das ist also ein ziemlicher Unterschied zu Stromausfällen in Deutschland, die zwar viel seltener und noch viel kürzer sind als hier, aber scheinbar auch viel schlimme,r da man ja nicht ins Internet oder Fernsehen kann! :D Wir haben uns auf jeden Fall schon daran gewöhnt, auch mal ohne Strom auszukommen! =)


Mehr gibt es erstmal nicht zu berichten und deshalb wie immer:

Liebe Grüße
eure

Elena

Freitag, 26. Oktober 2012

Einen wunderschönen guten Tag ihr Lieben!


Heute wieder nur zwei Fotos (wobei demnächst auch noch ein paar Fotos vom Melken geben wird...).

Hier also nochmal 2 Fotos vom Mirador, dieOli gemacht hat:

Pia und ich vor dem Kreuz, wo ich ihr gerade eine Blume ins Haar stecke:


Und ich auf dem Rückweg vom Mirador nach Tamburco:


Liebe Grüße
eure

Elena =)

Dienstag, 23. Oktober 2012


Hallöchen ihr Lieben!


Letztes Mal hatte ich ein wunderbares Foto von Jule an ihrem Geburtstag hochgeladen. An ihrem Geburtstag wollten wir abends Pizza backen, was dann aber doch nicht geklappt... Dafür haben wir das dann Dienstag gemacht und die Pizza war auch erstaunlich lecker! Gebacken haben wir sie im Steinofen der Frau, bei der wir abends immer essen.
Julie und ich fanden die Pizza gut, Oli und Jule war sie jedoch zu scharf... ebenso einem der Peruaner, die dort zur Zeit genauso essen wie wir. Das nächste Mal müssen wir also darauf achten, dass wir nicht ganz so stark würzen und schärfen... :D

Ansonsten ist unter der Woche nicht viel passiert,außer dass wir gefragt haben, ob wir Freitag etwas frühr gehen können, um einen Bus nach Abancay zu bekommen,wo wir unser Wochenende verbringen wollten. Oli und ich durften auch tatsächlich früher gehen und haben auch sofort Platz in einem Bus gefunden, der auch recht bald losfuhr. Jule und Julie sind dann später nach Abancay, beziehungsweise eigentlich ja nach Tamburco nachgekommen, da sie länger arbeiten mussten...
In Tamburco haben wir die anderen getroffen und dann bei Maya und Julius übernachtet. Jule und ich haben uns eine Matratze auf dem Boden in Julius Zimmer geteilt, weil die bequemer war als das Bett! :D Julie hat bei Maya geschlafen und Oli bei Julius und Isa und Pia haben in der Schule übernachtet, wofür sie extra eine Matratze bekommen haben.
Freitagabend waren wir zusammen essen, was ziemlich lecker war, haben ansonsten aber nicht viel gemacht.
Samstag waren wir vormittags in Abancay, um dort einiges einzukaufen. Im Endeffekt lief es aber darauf hinaus, dass wir hauptsächlich Süßkram gekauft haben... :D Leider ging es Julie nicht gut, weshalb sie auch nicht mit in die Stadt gekommen war. Nach einiger Zeit ging es auch Isa nicht mehr gut und wir sind erstmal zurück nach Tamburco gefahren.
Später wollten wir alle zusammen zu einem Aussichtspunkt,dem Mirador, fahren und später nochmal in die Stadt gehen. Da es aber Isa und Julie so schlecht ging, sind letztendlich nur Oli, Julius, Pia und ich zum Mirador gegangen.
Als wir mit dem Bus dort angekommen waren, mussten wir 50 Centimos (also nichtmal 30 Cent) bezahlen. Wir hatten erwartet,dort wirklich nur einen guten Ausblick auf Abancay zu haben, aber das war ein Irrtum. Dort oben gab es auch einen kleinen Zoo und allgemein war die Anlage dort oben sehr schön!

Ein schönes Bild von Julius:


Oli, Pia und Julius, die durch einen Laubengang(?) gehen:


Pia mit Blume im Haar: 


Das Kreuz, das auf dem Mirador steht: 


Pia, Oli und Julius vor dem Ausblick auf Abancay:


Ein Andenkondor, den man auf dem Mirador im Zoo besichtigen kann: 


Oli, der ganz toll balancieren kann :D: 


Ein Äffchen: 


Ein Alpaca (oder so :D): 


Und eine tolle Rutsche auf dem Mirador, hier rutscht Julius:


Hier Oli: 


Hier rutscht Pia: 


Und Pia und Julius, die sich sehr über einen kleinen Hund freuen:



Als wir zurückfahren wollten, kam kein Bus (beim Mirador fährt nur der Bus mit der Nummer 4),sodass wir die Strecke bergab gelaufen sind, auch wenn es relativ weit war. Später haben wir auch erfahren, warum die 4er-Busse nicht fuhren... Die waren alle an einem Platz versammelt und niemand fuhr, weil wohl der Jahrestag der Linie 4 gefeiert wurde. Das war schon sehr lustig.
Anschließend an diesen kleinen Ausflug sind wir tatsächlich nochmal nach Abancay gefahren, wo ich mir sehr günstig einen großen Reiserucksack und einen peruanischen Hut sowie Stricknadeln kaufen konnte. Und ein Wörterbuch Spanisch – Quechua habe ich mir auch kaufen können, sodass ich jetzt endlich anfangen kann, noch eine Sprache mehr zu lernen...Quechua ich komme! :D

Eigentlich wollten wir Samstagabend alle zusammen weg gehen, was dann aber aufgrund der Krankheiten von Isa und Julie ausfiel. Das war aber auch nicht so schlimm.
Die Nacht von Samstag auf Sonntag fand ich persönlich ziemlich lustig, da Jule mitten in der Nacht ganz plötzlich zu lachen begann. Wach war sie dabei jedoch nicht, weswegen Oli und ich auch lachen mussten.... :D
Sonntagmorgen sind Oli und ich dann gegen 10 Uhr wieder Richtung Huancarama / Pacobamba gefahren und als Huancarama in Sicht kam, war das fast ein bisschen wie nach Hause kommen. Julie und Jule sind auch hier wieder etwas später nachgekommen, da sie in Abancay noch Wäsche hatten waschen lassen und diese noch abholen mussten.

Jetzt am Montag waren Oli und ich nur relativ kurz im Zentrum, da wir eingeladen worden waren (zusammen mit Jule und Julie) zu melken und Joghurt zu machen.
Das war das erste Mal, dass ich versucht habe zu melken, aber es hat gar nicht schlecht geklappt und mir auch ziemlich viel Spaß gemacht.
Bevor wir aber zum Melken gegangen sind,haben wir noch Wolle gekauft und Stricknadeln für Oli... Denn am Dienstag (da ich diesen Text vorschreibe, also morgen) werden wir anfangen stricken zu lernen. Die Frauen, die im Zentrum arbeiten, wollten mir / uns das m
nämlich gerne beibringen. Beginnen werden wir wohl beide mit einem einfachen Schal. Wir wollen später irgendwann dann aber auch versuchen, unsere eigenen Socken zu stricken... Das wird sicher lustig werden! Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf! =)

Außerdem haben wir gefragt, wann wir mal auf dem Acker, hier Chacra genannt (wenn man das so schreibt...) von Pedro und Dolores helfen können. Und jetzt werden wir am Samstag wohl mal so richtige Feldarbeit machen, was zwar mit Sicherheit anstrengend, aber bestimmt auch ziemlich interessant werden wird! =)

Mehr gibt es glaube ich auch diesmal nicht zu berichten und deshalb wie immer:

Liebe Grüße
eure

Elena

Donnerstag, 18. Oktober 2012


Hallo ihr Lieben!


Am Sonntag sind Jule. Julie, Oli und ich wandern gegangen. In der Nähe von Huancarama gibt es nämlich einen Berg, der im Gegensatz zu den anderen Bergen, recht flach ist.
Wir sind erst nachmittags gegen 2 Uhr oder so losgegangen indem wir mit dem Taxi nach Huancarama gefahren sind. Von dort aus gingen wir dann ein Stück die Straße zurück, um zu dem Berg zu kommen.
Der Anfang war dann doch steiler als gedacht, aber es ging und man konnte gut hochlaufen. Wir hatten alle unsere Rucksäcke dabei und natürlich haben wir uns auch etwas zum Essen eingepackt, auch wenn wir davon im Endeffekt nicht besonders viel gebraucht haben. Unter anderem hatten wir jede Menge hartgekochte Eier dabei, wobei ich sagen muss, dass unserer Eierverbrauch hier langsam seltsame Züge annimmt. Ein Beispiel: Samstagabend hatten wir mit Blick aufs Frühstück und auf unsere Wanderung 30 Eier gekauft... wohlgemerkt: Wir sind nur zu viert! :D
Wir mussten schon am Anfang des Aufstiegs einige kurze Pausen machen, da Jule erkältet war und nicht besonders gut Luft bekommen hat.
An einer Stelle, an der man einen guten Ausblick hatte und auch schön sitzen konnte, haben Jule und ich dann Rast gemacht, da sie einfach nicht mehr weiterkonnte. Aber mit einer Erkältung sollte man sich schließlich auch nicht überanstrengen! Meine Erkältung war auch noch nicht ganz weg, sodass es wohl auch für mich gar nicht so schlecht war, das wir beide nicht mehr bis ganz nach oben gegangen sind.

Hier mal ein paar Fotos von der Aussicht, die wir hatten:



Und hier sieht man rechts Jules und links meinen Schatten :D :


Julie und Oli sind deswegen zu zweit weitergegangen und meinten später, es sei richtig schön gewesen, nach einiger Zeit aber wohl auch noch sehr anstrengend geworden. In ein paar Wochen, wenn alle gesund sind, werden wir auf jeden Fall nochmal auf diesen Berg steigen.

Jule und ich sind nach einiger Zeit wieder hinabgestiegen und dann zurück nach Pacobamba gelaufen. Von Huancarama nach Pacobamba sind es 6 Km, sodass man ungefähr eine Stunde laufen muss. Da wir aber nicht in Huancarama gestartet sind, haben wir nur etwa 40 Minuten bis zurück nach Hause gebraucht. Unterwegs haben wir 4 Riesenspinnen gesehen, von denen leider nur eine tot war... Die sind wirklich sehr groß und laufen dann einfach plötzlich mitten über die Straße. Von der Größe her würde ich sagen, dass sie mit Beinen ungefähr so groß sind, wie meine Hand, vielleicht ein winziges bisschen kleiner, aber auf jeden Fall sehr groß!

Hier mal ein Foto von einer solchen Spinne:


Abends haben wir, beziehungsweise hat Oli, versucht, Grießbrei zu machen. Das ist hier gar nicht so einfach, weil man zwar Grieß kaufen kann, man diesen aber noch sehr stark mit Zucker würzen muss, damit er halbwegs gut schmeckt. Aber ich muss sagen, dass er mit viel Zucker und noch mehr frischem Apfel eigentlich ganz gut geschmeckt hat.

Allgemein machen wir hier ziemlich viel selbst. So haben wir zum Beispiel schon einmal selber Marmelade gekocht und das mit normalem Zucker. Demnächst werden wir uns wohl mal an Apfelmus probieren (ich liebe Apfelmus!).
Auch unsere Gerichte, die wir am Wochenende kochen, da wir uns ja am Wochenende selbst verpflegen müssen, sind wirklich gut. Jeder hat schonmal gekocht und es gab unter anderem Nudeln mit Tomatensoße (aus frischen Tomaten), Reis mit Ei und Gemüse und mein persönliches Highlight: frittierte Kartoffeln mit Ei und Hackfleisch und etwas Tomatensoße. Das gab es am Samstag zu essen und das war das erste Mal seit wir hier sind, dass wir selber etwas mit Fleisch gekocht haben, sonst haben wir eigentlich immer vegetarisch gekocht, weil wir auch gar nicht wussten, wo man hier Fleisch kaufen kann. Bis jetzt war aber wirklich alles, was wir gekocht haben, ziemlich lecker. Und das trotz unserer erschwerten Bedingungen, da wir nur eine funktionierende Kochplatte auf unserem Gaskocher haben! :D
Auch das Essen, dass wir unter der Woche gekocht bekommen schmeckt ziemlich gut, es gab auch schon einmal Meerschweinchen, was ebenfalls gut geschmeckt hat!

Weil Jule heute Geburtstag hat, hat sie ein rohes Ei auf den Kopf bekommen, da das hier so Tradition ist.

Auch davon ein schönes Bild:


Hier noch ein paar Fotos von unserem zu Hause hier in Peru:

Das hier ist unsere Küche, die auf der überdachten Veranda steht:


Hier sieht man unseren Herd nochmal etwas genauer, wobei nur das linke Gasfeld funktioniert... :D :


Das hier ist unser Esstisch, auf dem Gerade ziemlich viel draufsteht, links sieht man übrigens die Tür zu meinem Zimmer:


Und zum Schluss noch mein Zimmer, das nicht viel größer ist, als man auf dem Foto sieht, aber sehr gemütlich ist:



Mehr gibt es im Moment nicht zu erzählen, zumindest fällt mir nichts ein und deshalb noch ein letztes Foto, das allerdings vom Tag der Autorallye ist:



Bis bald und liebe Grüße
eure

Elena