Hallo Ihr Lieben!
Jetzt bin ich also richtig in Peru
angekommen und wohne jetzt zusammen mit Oli, Jule und Julie in
Pacobamba.
Die Busfahrt hierher hat 16 Stunden gedauert, aber die Sitze waren bequem und ich konnte halbwegs gut schlafen und mir war nichtmal schlecht! :D
Unsere Unterkunft hier ist toll, Jule
und Julie teilen sich ein Zimmer uns Oli und ich haben jeder ein
Einzelzimmer. Außerdem ist direkt vor unseren Zimmern eine
überdachte Veranda, sodass wir immer draußen sitzen können. Und
auch einen Gaskocher gibt es, den wir benutzen können, um uns am
Wochenende etwas kochen zu können. Den Rest der Woche essen wir
morgens und mittags am Arbeitsplatz und Abends gehen wir immer zu
einem Ehepaar, wo die Frau für uns kocht. Das essen hier ist
wirklich lecker! =)
Um ins Bad zu kommen müssen wir einmal
über den Hof laufen und da kann man natürlich nur kalt duschen!
Daran gewöhnt man sich aber ziemlich schnell... :D
Das Ehepaar, bei dem wir sozusagen
wohnen ist auch richtig nett. =)
Die alle meinen, wir sollten sie als Familie ansehen, total lieb! =)
Hier sieht man mal den Ausblick von unsere Veranda oder unserem Balkon oder was auch immer es ist. :D
Und hier sieht man den Hof. Die kleine Hütte links ist das Bad und daneben sieht man noch das überdachte Waschbecken und rechts einen Hühnerstall.
Oli und ich müssen morgens immer erst
mit dem Bus nach Huancarama fahren, was aber nur 10 bis 15 Minuten
dauert. Außerdem ist Busfahren hier auf eine gewisse Art und Weise
ziemlich lustig. Entweder man zwängt sich mit ungefähr 20 Leuten in
Kleinbusse (also wirkliche Kleinbusse, die so groß sind wie kleine
Transporter) oder man sitzt zu acht in einem Auto, dass so groß ist,
wie ein normales Taxi bei uns!
Das ist die Aussicht von der "Bushaltestelle" aus, von der wir nach Huancarama fahren.
Die Straße von Pacobamba nach Huancarama ist ziemlich schmal und teilweise geht es am Straßenrand ziemlich weit und auch ziemlich steil runter, was mir aber komischerweise nichts ausmacht. :D
Hier haben wir auf der Fahrt von Pacobamba nach Huancarama Halt gemacht und so sieht es aus, wenn man von der Straße runter guckt. =)
Bis jetzt haben wir natürlich noch
nicht besonders viel gearbeitet, da wir ja gerade erst angekommen
sind. Die Arbeit ist auch noch nicht besonders anstrengend.
Morgens gehen wir erstmal in die Küche,
wo wir dann frühstücken. Dann fegen wir meistens durch und
anschließend müssen wir gucken, was es zu tun gibt. Wir haben zum
Beispiel schon gemalt und gezeichnet und gebastelt. Wenn es
Mittagessen gibt, helfen wir auch immer. Ich wische die Tabletts ab
und Oli bringt die mit Essen gefüllten Teller zu den Kindern und
alten Menschen.
Wenn wir gerade mal nichts zu tun
haben, sitzen wir mit den Mitarbeiterinnen zusammen, die versuchen,
und Quetchua beizubringen und unbedingt wollen, dass ich stricken und
häkeln lerne. :D
Mit denen verstehen wir uns wirklich
gut. =) :D
Wir können jetzt sogar schon bis 10 auf Quetchua sprechen und auch ein paar einzelne Wörter, wie Begrüßungen usw.
Für alle, die auch bis 10 zählen können wollen:
uq, iskay, kimsa, tawa, pichqa, soqta, qanchis, pusaq, esqon, chunca :D
Das q wird wie ch gesprochen und das ch wie tsch :D Viel Spaß beim üben! :D
Inzwischen haben die Kinder auch
weniger „Angst“ vor uns. Ich glaube, dass das so ist, seit sie
uns durchkitzeln durften. :D Heute (also Freitag) haben wir mit den
ganzen Kindern und den Mitarbeiterinnen des Zentrums ein Foto auf der
Straße zum Thema Frieden gemacht und die Kinder haben sich an Oli
und mir festgehalten. Es waren so viele, dass wir kaum noch laufen
konnten. Das war schon ziemlich süß. =)
Gestern haben Oli und ich auch das
erste mal Wäsche gewaschen, natürlich per Hand. Das hat ungefähr 2
Stunden gedauert und war nach einer Weile doch recht anstrengend!
Vorher haben wir uns erst noch eine Schnur als Wäscheleine gekauft,
die wir dann zerschnitten und von einer Ecke der Veranda einmal
schräg über den Hof, zur anderen gespannt haben. Wirklich eine
tolle Konstruktion! :D Julie und Jule haben am Freitag auch gewaschen
und wir waren wirklich froh, dass wir das schon hinter uns hatten. :D
Zum Glück trocknet die Wäsche hier ziemlich schnell, da es tagsüber
meistens sehr warm und sonnig ist, aber wir müssen uns noch
irgendwas anderes für die Regenzeit ausdenken, die bald anfängt! :D
Nächste Woche findet hier in Pacobamba
ein Fest statt, zu dem auch die anderen Freiwilligen kommen werden,um
uns zu besuchen. Darauf freue ich mich schon, weil wir alles in allem
doch eine ziemlich tolle Gruppe sind!
Ihr sehr also: Ich finde es hier
wirklich gut!
Viele liebe Grüße an alle
eure
Elena =)
P.S. Fotos vom Sozialzentrum und vielleicht auch von unseren Zimmern folgen bestimmt bald! :D =)