Montag, 8. April 2013

Karneval und Reise Teil 1 =)


Halli Hallo ihr Lieben!


Diesmal gibt es viel zu berichten: Vom Karneval und von meinem Reisemonat mit Julie.
Fange ich doch mal beim Karneval an.

Zuerst haben wir Karneval in Huancarama gefeiert. Oli und ich sollten beim Umzug durchs Dorf mitmachen und hatten dafür Trachten an, leider gibt es davon keine Fotos. Das hat zwar Spaß gemacht, war aber nicht so spannend.
Einige Tage später wurden wir, Jule, Julie, Oli und ich aber dazu eingeladen, Teil einer Karnevalsgruppe zu werden und mit nach Andahuaylas zu fahren, um dort an einem Tanzwettbewerb teilzunehmen.
Julie, Oli und ich wollten gerne mitmachen und haben deswegen mit den anderen Mitgliedern der Gruppe geübt. Julie und ich gehörten zu dem Teil der Gruppe, der tanzt, während Oli sich zu den Musikern gesellt und Gitarre gespielt hat.
Wir haben ungefähr drei Tage unsere Choreografie geprobt und sind dann nachts zusammen mit unserer Gruppe nach Andahuaylas gefahren. Dort angekommen haben wir uns alle unsere Trachten angezogen, die Frauen Röcke, Blusen, Mantas und Ojotas und die Männer Ponchos und Ojotas. Anschließend sind wir frühstücken gegangen und danach ging die Entrada los, ein großer Umzug.
Bei diesem Umzug hat Oli für unsere Gruppe Gitarre gespielt und Julie und ich mussten vorne ein Banner unseres Dorfes, Pacobamba, tragen und wie alle anderen tanzen. Insgesamt hat dieser Umzug ungefähr 2 Stunden gedauert, Während des Umzugs haben unglaublich viele Leute Fotos von uns gemacht, uns immer wieder zugerufen, wie toll wir „Gringas“ tanzen würden, und sich einfach gefreut, dass wir mitmachen. Nach dem Umzug mussten Julie und ich erstmal unsere Ojotas, Schuhe aus alten Autoreifen, ausziehen, weil wir uns sehr viele und sehr schmerzhafte Blasen getanzt hatten.
Am Nachmittag ist unsere Gruppe dann zum Stadion gegangen, wo wir am Tanzwettbewerb teilnehmen wollten. Dort haben uns mindestens 3000 Menschen zugesehen, wie wir getanzt haben. Gewonnen haben wir zwar im Endeffekt nicht, aber darauf kommt es ja nicht an, sondern darauf, dass wir jede Menge Spaß hatten und den hatten wir! Nachts sind wir wieder zurück nach Pacobamba gefahren und am nächsten Tag haben Julie und ich unsere Reise angetreten.

Die Männer, wie sie ins Stadion einlaufen:


Die Musiker:


Unsere Gruppe beim Tanzen im Stadion:



Zuerst sind wir nach Abancay gefahren, um von dort aus nach Ayacucho zu fahren. Als wir in Abancay ankamen, stellten wir jedoch fest, dass erst am nächsten Tag wieder Busse nach Ayacucho fahren würden. Also sind wir zu Julius gefahren, in der Hoffnung, dass er da ist und wir bei ihm schlafen dürfen. Wir hatten Glück und konnten somit ohne Probleme am nächsten Tag weiterfahren, In Ayacucho haben wir uns jedoch nur wenige Stunden aufgehalten, da wir direkt weiterfahren wollten und zwar nach Ika. Kaum waren wir in der Nähe der Küste wurde es gleich ziemlich warm und wir konnten überall Sanddünen sehen, da direkt an der Küste auch die Wüste ist. Ika war nicht so spannend, weshalb wir danach nach Paracas in der Nähe von Pisco gefahren sind.
In Paracas haben wir uns ein Hostel gesucht, dort waren jedoch keine Betten in Schlafsälen mehr frei, weshalb wir uns ein Zimmer mit einer anderen Deutschen, Verena, geteilt haben. Paracas ist direkt am Meer und wir sind an den zwei tagen, die wir dort waren, oft am Meer entlangspaziert, meistens mit Verena zusammen, da wir uns sehr gut mit ihr verstanden haben.

Julie und ich am Strand von Paracas:


Verena am Strand:


Sonnenuntergang in Paracas: 


Ich auf dem Weg zum Nationalpark: 


Julie und Verena im Nationalpark:



Nach Paracas ging es nach Nazca. Auf dem Weg dorthin haben wir uns allerdings aus dem Bus rausschmeißen lassen, da wir uns die Linien von Nazca ansehen wollten. Leider konnte man vom „Mirador“, dem Aussichtspunkt, nur sehr wenig sehen, das war zwar schade, aber das, was man sehen konnte, war trotzdem beeindruckend.

Der Mirador  für die Linien von Nazca:


Linien von Nazca:




Argentinier, die von den Linien von Nazca weiterfahren wollten und auf der Straße getanzt haben:



In Nazca selbst wollten wir eigentlich gar nicht übernachten, aber es gab abends keinen Bus mehr nach Tacna, wo wir als nächstes hinwollten, weshalb wir doch einmal in Nazca übernachtet haben. Dort hatten wir auch wieder ein schönes Hostel, in dem man auch hätte warm duschen können, was wir aber nicht wollten, da es dazu einfach viel zu heiß war!
Am nächsten Tag sollte es also Mittags nach Tacna gehen. Vorher sind wir noch Essen gegangen und haben zufälligerweise Verena aus Paracas getroffen, die morgens angekommen war. Das war ein lustiger Zufall und wir haben uns sehr gefreut!
Die Fahrt von Nazca nach Tacna war ziemlich lang, vorallem dadurch, dass wir tagsüber gefahren sind. In Tacna wollten wir gar nicht bleiben, sondern sind nur dorthin gefahren, um von dort aus die Grenze nach Chile zu überqueren.
Wir haben uns dort also einen Bus zur Grenzüberquerung gesucht. Als wir jedoch aus Peru ausreisen waren, also an der Grenze standen, gab es ein Problem. Die Grenzbeamten meinten wir wären länger als 90 Tage in Peru geblieben und müssten deswegen 240 Soles, also ungefähr 80 Euro, Strafe bezahlen und das, obwohl wir ein 2-Jahres-Visum haben! Wir haben also diskutiert, aber wir sollten weiterhin bezahlen und der Bus sollte schon ohne uns weiterfahren... Dann wurde der Chef geholt, der zum Glück meinte, dass alles kein Problem sei. Er hat sich unser Visum angesehen und uns einen Residenzialstempel in den Reisepass gemacht und dann konnten wir zum Glück ohne Probleme nach Chile einreisen!
So das war erstmal der erste Teil meines Berichts, der Rest folgt!

Liebe Grüße
eure

Elena










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