Halli Hallo ihr Lieben!
Diesmal gibt es viel zu berichten: Vom
Karneval und von meinem Reisemonat mit Julie.
Fange ich doch mal beim Karneval an.
Zuerst haben wir Karneval in Huancarama
gefeiert. Oli und ich sollten beim Umzug durchs Dorf mitmachen und
hatten dafür Trachten an, leider gibt es davon keine Fotos. Das hat
zwar Spaß gemacht, war aber nicht so spannend.
Einige Tage später wurden wir, Jule,
Julie, Oli und ich aber dazu eingeladen, Teil einer Karnevalsgruppe
zu werden und mit nach Andahuaylas zu fahren, um dort an einem
Tanzwettbewerb teilzunehmen.
Julie, Oli und ich wollten gerne
mitmachen und haben deswegen mit den anderen Mitgliedern der Gruppe
geübt. Julie und ich gehörten zu dem Teil der Gruppe, der tanzt,
während Oli sich zu den Musikern gesellt und Gitarre gespielt hat.
Wir haben ungefähr drei Tage unsere
Choreografie geprobt und sind dann nachts zusammen mit unserer Gruppe
nach Andahuaylas gefahren. Dort angekommen haben wir uns alle unsere
Trachten angezogen, die Frauen Röcke, Blusen, Mantas und Ojotas und
die Männer Ponchos und Ojotas. Anschließend sind wir frühstücken
gegangen und danach ging die Entrada los, ein großer Umzug.
Bei diesem Umzug hat Oli für unsere
Gruppe Gitarre gespielt und Julie und ich mussten vorne ein Banner
unseres Dorfes, Pacobamba, tragen und wie alle anderen tanzen.
Insgesamt hat dieser Umzug ungefähr 2 Stunden gedauert, Während des
Umzugs haben unglaublich viele Leute Fotos von uns gemacht, uns immer
wieder zugerufen, wie toll wir „Gringas“ tanzen würden, und sich
einfach gefreut, dass wir mitmachen. Nach dem Umzug mussten Julie und
ich erstmal unsere Ojotas, Schuhe aus alten Autoreifen, ausziehen,
weil wir uns sehr viele und sehr schmerzhafte Blasen getanzt hatten.
Am Nachmittag ist unsere Gruppe dann
zum Stadion gegangen, wo wir am Tanzwettbewerb teilnehmen wollten.
Dort haben uns mindestens 3000 Menschen zugesehen, wie wir getanzt
haben. Gewonnen haben wir zwar im Endeffekt nicht, aber darauf kommt
es ja nicht an, sondern darauf, dass wir jede Menge Spaß hatten und
den hatten wir! Nachts sind wir wieder zurück nach Pacobamba
gefahren und am nächsten Tag haben Julie und ich unsere Reise
angetreten.
Die Männer, wie sie ins Stadion einlaufen:
Die Musiker:
Unsere Gruppe beim Tanzen im Stadion:
Zuerst sind wir nach Abancay gefahren,
um von dort aus nach Ayacucho zu fahren. Als wir in Abancay ankamen,
stellten wir jedoch fest, dass erst am nächsten Tag wieder Busse
nach Ayacucho fahren würden. Also sind wir zu Julius gefahren, in
der Hoffnung, dass er da ist und wir bei ihm schlafen dürfen. Wir
hatten Glück und konnten somit ohne Probleme am nächsten Tag
weiterfahren, In Ayacucho haben wir uns jedoch nur wenige Stunden
aufgehalten, da wir direkt weiterfahren wollten und zwar nach Ika.
Kaum waren wir in der Nähe der Küste wurde es gleich ziemlich warm
und wir konnten überall Sanddünen sehen, da direkt an der Küste
auch die Wüste ist. Ika war nicht so spannend, weshalb wir danach
nach Paracas in der Nähe von Pisco gefahren sind.
In Paracas haben wir uns ein Hostel
gesucht, dort waren jedoch keine Betten in Schlafsälen mehr frei,
weshalb wir uns ein Zimmer mit einer anderen Deutschen, Verena,
geteilt haben. Paracas ist direkt am Meer und wir sind an den zwei
tagen, die wir dort waren, oft am Meer entlangspaziert, meistens mit
Verena zusammen, da wir uns sehr gut mit ihr verstanden haben.
Julie und ich am Strand von Paracas:
Verena am Strand:
Sonnenuntergang in Paracas:
Ich auf dem Weg zum Nationalpark:
Julie und Verena im Nationalpark:
Nach Paracas ging es nach Nazca. Auf
dem Weg dorthin haben wir uns allerdings aus dem Bus rausschmeißen
lassen, da wir uns die Linien von Nazca ansehen wollten. Leider
konnte man vom „Mirador“, dem Aussichtspunkt, nur sehr wenig
sehen, das war zwar schade, aber das, was man sehen konnte, war
trotzdem beeindruckend.
Der Mirador für die Linien von Nazca:
Linien von Nazca:
Argentinier, die von den Linien von Nazca weiterfahren wollten und auf der Straße getanzt haben:
In Nazca selbst wollten wir eigentlich
gar nicht übernachten, aber es gab abends keinen Bus mehr nach
Tacna, wo wir als nächstes hinwollten, weshalb wir doch einmal in
Nazca übernachtet haben. Dort hatten wir auch wieder ein schönes
Hostel, in dem man auch hätte warm duschen können, was wir aber
nicht wollten, da es dazu einfach viel zu heiß war!
Am nächsten Tag sollte es also Mittags
nach Tacna gehen. Vorher sind wir noch Essen gegangen und haben
zufälligerweise Verena aus Paracas getroffen, die morgens angekommen
war. Das war ein lustiger Zufall und wir haben uns sehr gefreut!
Die Fahrt von Nazca nach Tacna war
ziemlich lang, vorallem dadurch, dass wir tagsüber gefahren sind. In
Tacna wollten wir gar nicht bleiben, sondern sind nur dorthin
gefahren, um von dort aus die Grenze nach Chile zu überqueren.
Wir haben uns dort also einen Bus zur
Grenzüberquerung gesucht. Als wir jedoch aus Peru ausreisen waren,
also an der Grenze standen, gab es ein Problem. Die Grenzbeamten
meinten wir wären länger als 90 Tage in Peru geblieben und müssten
deswegen 240 Soles, also ungefähr 80 Euro, Strafe bezahlen und das,
obwohl wir ein 2-Jahres-Visum haben! Wir haben also diskutiert, aber
wir sollten weiterhin bezahlen und der Bus sollte schon ohne uns
weiterfahren... Dann wurde der Chef geholt, der zum Glück meinte,
dass alles kein Problem sei. Er hat sich unser Visum angesehen und
uns einen Residenzialstempel in den Reisepass gemacht und dann
konnten wir zum Glück ohne Probleme nach Chile einreisen!
So das war erstmal der erste Teil
meines Berichts, der Rest folgt!
Liebe Grüße
eure
Elena
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