Hallo ihr Lieben!
Nach einiger Zeit in Chile und Bolivien
waren wir also wieder in Peru angekommen, genauer gesagt in Puno.
In Puno haben wir ein sehr schönes
kleines Hostel gefunden, in dem es sogar eine Gemeinschaftsküche
gab, die wir auch benutzt haben, um lecker Nudeln mit Salsa de Tomate
zu kochen. Die Zimmer waren zwar wirklich winzig (wir hatten sogar
Schwierigkeiten, unsere Rücksäcke irgendwie neben den Betten
unterzubringen), aber wirklich gemütlich. Außerdem hatten wir
wieder ein eigenes Bad, einen Fernseher im Zimmer, was in hier in
Hostels häufiger vorkommt, als warmes Wasser, und haben sogar
Handtücher bereitgestellt bekommen.
In Puno haben wir uns auch die Islas
Flotantes, also die schwimmenden Inseln, angesehen. Dort wimmelt es
zwar nur so vor Touristen, aber trotzdem sind sie beeindruckend. Dort
habe ich ein Tauschgeschäft abgeschlossen. An einem Stand wollte ich
nämlich wissen, wie viel die Sachen kosten, die verkauft werden, und
die Frau meinte, dass ich auch drei Sachen (2 Ketten und ein kleines
Windspiel) gegen mein Manta tauschen könnte. Das habe ich dann auch
gemacht.
Der Lago Titicaca:
Eine schwimmende Insel auf dem Titicacasee:
Der See von einer der Inseln aus:
Von Puno aus sind Julie und ich dann
weiter nach Cusco gefahren, aber nur um von dort aus direkt nach
Quillabamba weiterzufahren.
In Quillabamba war es unglaublich warm
und ziemlich schön. Dort sind wir drei Nächte lang geblieben und
haben mehrmals im Mercado gegessen, weil es dort einfach am
leckersten und günstigen ist.
An einem Tag sind wir zu einer Stelle
etwas außerhalb von Quillabamba gefahren, die sich Siete Tinajas
nennt. Dabei handelt es sich um einen kleinen Wasserfall, mit einem
natürlichen Becken, in dem man Baden kann. Dort haben wir ungefähr
den halben Tag verbracht, bevor sich das Wetter verschlechtert hat
und wir lieber wieder zum Hostel gefahren sind.
Der kleine Wasserfall:
Von Qqillabamba sind wir nach Santa
Teresa gefahren und von dort aus Nach Hydroelectrica. Von dort aus
sind wir am nächsten Morgen um vier Uhr nach Aguas Calientes
losgelaufen. Der Weg hat etwa 2 Stunden gedauert. In Aguas Calientes
haben wir uns unsere Tickets für Machu Picchu gekauft und haben uns
dann an den Aufstieg dorthin gemacht. Wenn man nicht mit dem Bus zum
Machu Picchu hochfährt, sondern wie wir die Treppen hochlöuft,
braucht man etwas über eine Stunde für den Weg (zumindest haben wir
solange gebraucht). Oben angekommen konnten wir mit unseren Tickets
eintreten. Es war ein ziemlich beeindruckendes Gefühl, auf dem Machu
Picchu zu sein und alles sehen und anfassen zu können. Wir hatten
uns aber nicht nur das normale Ticket gekauft, sondern auch noch das
für den Cerro Machu Picchu, einer der beiden berge, die man noch
ansehen kann. Der Aufstieg auf den Cerro Machu Picchu hat nochmal
etwa 1,5 Stunden gedauert. Leider hatten wir kein besonderes Glück
mit dem Wetter und man hat außer Wolken nichts gesehen. Trotzdem war
es ein gutes Gefühl, es bis nach oben geschafft zu haben. Zwar war
es die meiste Zeit, die wir auf dem Machu Picchu verbracht haben
bewölkt oder es hat geregnet, aber kurz bevor wir uns an den Abstieg
machen mussten, hat es zum Glück doch noch aufgeklart und wir
konnten doch noch ganz gut sehen.
Wir auf dem Cerro Machu Picchu:
Machu Picchu:
Nochmal:
Und nochmal:
Nach dem Abstieg vom Machu Picchu
mussten wir nochmal 2 Stunden zurück nach Hydroelectrica laufen und
dann mit einem Taxi nach Santa Teresa laufen, wo wir uns todmüde ein
Hostel gesucht haben. Insgesamt waren wir an dem Tag 14 Stunden zu
Fuß unterwegs, es war also kein Wunder, dass wir am Ende doch
ziemlich erschöpft waren und eigentlich nur noch duschen und
schlafen wollten.
Wir hätten natürlich auch mit dem Zug
nach Aguas Calientes fahren können, aber der ist gnadenlos
überteuert, weshalb wir lieber laufen wollten.
Am nächsten Tag sind wir zurück nach
Cusco gefahren, wo wir uns mit den anderen Freiwilligen getroffen
haben.
Am Freitag sind Oli, Julius, Isa, Pia
und ich zu den Inka-Ruinen in Cuscos Umgebung gefahren. Zuerst waren
wir alle zusammen unterwegs, aber dann haben wir uns aufgeteilt,
sodass ich am Ende nur noch mit Oli und Julius unterwegs war. Auch an
dem Tag hatten wir ein bisschen Pech mit dem Wetter, es hat immer mal
wieder recht heftig geregnet, was uns aber nicht so sehr gestört
hat.
Keine Ahnung, was es eigentlich sein sollte, aber wir haben es die "legendären Inka-Rutschen" getauft:
Oli, Julius und ich vor einem der wirklich riesigen Steine der Ruinen:
An den anderen Tagen sind wir einfach
ein bisschen durch Cusco gelaufen und haben uns alles angesehen und
ein paar Sachen gekauft und im Mercado gegessen. Dort habe ich ein
für mich ganz tolles Gericht entdeckt, dass ich ziemlich häufig
gegessen habe: Arroz a la Cubana, Reis mit Spiegelei und frittierter
Banane, dazu gab es leckere Ensalada de Uchu, einen Salat mit einer
Art Peperoni, die wir hier eigentlich ständig essen.
Jule, Julie, Ich und Oli auf der Plaza de Armas von Cusco:
Isa und Pia sind schon am Samstagabend
zurück gefahren, Jule und Oli Sonntagmorgen. Julius ist noch bis
nachmittags geblieben und wir waren zusammen im Mercado essen.
Mittags sind Julie und ich dann nach
Urubamba gefahren. Dort hatten wir zwar ein sehr schönes Hostel,
aber sonst war es dort sehr langweilig und es gab nicht mal Feigen,
von denen es dort eigentlich sehr viele geben sollte. Deswegen sind
wir dort nur eine Nacht geblieben und dann wieder nach Cusco
gefahren, wo wir noch eine Nacht geschlafen haben. Julie musste schon
einen Tag vor mir wieder arbeiten, weshalb sie frühmorgens
zurückgefahren ist, während ich mich erst mittags auf den
Nachhauseweg gemacht habe. Ich hab auch noch einmal in Tamburco bei
Julius und Maya übernachtet und bin erst am nächsten Tag zurück
nach Pacobamba gefahren. Damit war die Reise, die wirklich schön
war, zwar endgültig vorbei, aber es war auch schön, wieder in
unserem Heimatdorf zu sein und alle wiederzusehen.
Viele Grüße
eure
Elena