Sonntag, 14. Juli 2013

Hallo ihr Lieben!


Mein letzter Eintrag ist nun wirklich schon wieder etwas länger her. Das liegt vor allem daran, dass einfach nicht mehr so viel Neues passiert, von dem ich berichten könnte.

In letzter Zet haben wir nicht so viele spannende Sachen gemacht, aber wir haben die Geburtstage von Huancarama und von Julie gefeiert.

Der Anniversario von Hauncarama war eigentlich ganz schön, wenn auch wesentlich größer angekündigt, als er letztendlich war.
Das die Feier so klein war, lag aber wohl auch zum Teil daran, dass wir am Abend des 21. Juni Stromausfall hatten und somit leider keine Musik mehr gespielt werden konnten. Vorher haben wir aber natürlich getanzt. =)

Am gleichen Wochenende haben wir dann auch in Julies Geburtstag hineingefeiert. Wir haben ein Lagerfeuer gemacht, Stockbrot gegessen und Oli hat ein bisschen Gitarre gespeitl und gesungen. Insgesamt war es eigentlich ein ganz schöner Abend. =)

Am Samstagvormittag, und damit vor dem Reinfeiern in Julies Geburtstag, sind Oli, Julius, Pia und ich zum Curamba Raymi gegangen. Das war eine kleine Demonstration eines Inkarituals, da ich sehr schön fand. In Cusco findet eine wesentlich größere Feier statt, genannt Inti Raymi, zu der ich auch gerne gefahren wäre... Allerdings war ich dann (mal wieder!) erkältet und habe mich dagegen entschieden, nach Cusco zu fahren. Vielleicht war das aber auch gar nicht so schlecht, hätte mich der Eintritt doch 160 Dollar gekostet! Das ist schon ganz schön viel...
Aber das kleine Ritual hier in der Nähe war auch ein schönes Erlebnis und noch dazu kostenlos. =)

Ein paar Fotos der Zeremonie =) :





Vor ein paar Tagen war ich ganz normal in Huancarama arbeiten. Auf der Plaza de Armas war eine Demonstration von Leuten, die für eine Firma arbeiten, die hier eine Straße konstruiert. Es ging darum, dass sie mehr Geld verdienen wollten. Ich war die ganze Zeit im Zentrum und habe auf die Kinder der Mitarbeiterinnen aufgepasst, während sich diese draußen die Demonstration angesehen haben. Plötzlich wurde es draußen wesentlich lauter, als es vorher schon war, weswegen ich aus dem Fenster gesehen habe. Und sofort sind mir Tränen in die Augen gestiegen und meine Nase hat gebrannt: auf der Plaza hatte die Polizei die Menschenmenge mit Tränengas auseinandergetrieben! Das fand ich schon ziemlich heftig, hatten die Leute doch, zumindest soweit ich das mitbekommen hatte, bis auf den Lärm recht friedlich demonstriert. Das war wirklich nicht sehr schön... Aber wenigstens ist es danach zu keinen weiteren Ausschreitungen gekommen.

Außerdem gibt es hier in der Nähe eine Ebene, auf der viele Leute ihre Felder haben,auf denen Sie Mais und Bohnen anbauen. Auf dieser Ebene wird jetzt Erde abgeladen, die beim Bau der Straße vom Abriss von Bergen übrigbleibt.
Das Schlimme daran ist, dass die Leute, denen die Felder gehören, kein Geld dafür bekommen haben. Das finde ich cniht in Ordnung, weil sie ja schließlich ihre Felder und damit eine Teil ihres Lebensunterhalts verloren haben. Zwar heißt es, dass sie ihre Felder wiederbekommen, wenn die Ebene vollständig mit Erde aufgefüllt ist, aber das wird noch ziemlich lange dauern...
Soetwas st wirklich nicht schön!

Mehr gibt es erstmal nicht zu berichten, deshalb wie immer:

Liebe Grüße
eure

Elena