Hallo ihr Lieben!
Mein letzter Eintrag ist nun wirklich
schon wieder etwas länger her. Das liegt vor allem daran, dass
einfach nicht mehr so viel Neues passiert, von dem ich berichten
könnte.
In letzter Zet haben wir nicht so viele
spannende Sachen gemacht, aber wir haben die Geburtstage von
Huancarama und von Julie gefeiert.
Der Anniversario von Hauncarama war
eigentlich ganz schön, wenn auch wesentlich größer angekündigt,
als er letztendlich war.
Das die Feier so klein war, lag aber
wohl auch zum Teil daran, dass wir am Abend des 21. Juni Stromausfall
hatten und somit leider keine Musik mehr gespielt werden konnten.
Vorher haben wir aber natürlich getanzt. =)
Am gleichen Wochenende haben wir dann
auch in Julies Geburtstag hineingefeiert. Wir haben ein Lagerfeuer
gemacht, Stockbrot gegessen und Oli hat ein bisschen Gitarre gespeitl
und gesungen. Insgesamt war es eigentlich ein ganz schöner Abend. =)
Am Samstagvormittag, und damit vor dem
Reinfeiern in Julies Geburtstag, sind Oli, Julius, Pia und ich zum
Curamba Raymi gegangen. Das war eine kleine Demonstration eines
Inkarituals, da ich sehr schön fand. In Cusco findet eine
wesentlich größere Feier statt, genannt Inti Raymi, zu der ich auch
gerne gefahren wäre... Allerdings war ich dann (mal wieder!)
erkältet und habe mich dagegen entschieden, nach Cusco zu fahren.
Vielleicht war das aber auch gar nicht so schlecht, hätte mich der
Eintritt doch 160 Dollar gekostet! Das ist schon ganz schön viel...
Aber das kleine Ritual hier in der Nähe
war auch ein schönes Erlebnis und noch dazu kostenlos. =)
Ein paar Fotos der Zeremonie =) :
Vor ein paar Tagen war ich ganz normal
in Huancarama arbeiten. Auf der Plaza de Armas war eine Demonstration
von Leuten, die für eine Firma arbeiten, die hier eine Straße
konstruiert. Es ging darum, dass sie mehr Geld verdienen wollten. Ich
war die ganze Zeit im Zentrum und habe auf die Kinder der
Mitarbeiterinnen aufgepasst, während sich diese draußen die
Demonstration angesehen haben. Plötzlich wurde es draußen
wesentlich lauter, als es vorher schon war, weswegen ich aus dem
Fenster gesehen habe. Und sofort sind mir Tränen in die Augen
gestiegen und meine Nase hat gebrannt: auf der Plaza hatte die
Polizei die Menschenmenge mit Tränengas auseinandergetrieben! Das
fand ich schon ziemlich heftig, hatten die Leute doch, zumindest
soweit ich das mitbekommen hatte, bis auf den Lärm recht friedlich
demonstriert. Das war wirklich nicht sehr schön... Aber wenigstens
ist es danach zu keinen weiteren Ausschreitungen gekommen.
Außerdem gibt es hier in der Nähe
eine Ebene, auf der viele Leute ihre Felder haben,auf denen Sie Mais
und Bohnen anbauen. Auf dieser Ebene wird jetzt Erde abgeladen, die
beim Bau der Straße vom Abriss von Bergen übrigbleibt.
Das Schlimme daran ist, dass die Leute,
denen die Felder gehören, kein Geld dafür bekommen haben. Das finde
ich cniht in Ordnung, weil sie ja schließlich ihre Felder und damit
eine Teil ihres Lebensunterhalts verloren haben. Zwar heißt es, dass
sie ihre Felder wiederbekommen, wenn die Ebene vollständig mit Erde
aufgefüllt ist, aber das wird noch ziemlich lange dauern...
Soetwas st wirklich nicht schön!
Mehr gibt es erstmal nicht zu
berichten, deshalb wie immer:
Liebe Grüße
eure
Elena